Wie alles begann…

 

Heute mal ein wenig über mich. Gut, ich schreibe ja immer über meine Gedanken und mein Erlebtes, aber wie kam es überhaupt dazu, dass ich angefangen habe zu schreiben?

Anlass dafür war ein schockierendes Erlebnis in meinem Leben. Ich war 16 und ein guter Freund ist bei einem Autounfall ums Leben gekommen.

Zack, Peng, er war nicht mehr da. Ich konnte es nicht begreifen. Ich kann es bis heute irgendwie noch nicht fassen.

Ja und dann stand man am Grab, mit der Blume in der Hand um sich zu verabschieden. Es war so unwirklich und das ist es bis heute. Ich hab noch heute das Gefühl, er ist einfach nur weit weg gezogen und irgendwann steht er wieder vor mir.

Zwei Wochen später starb ein guter Bekannter der Familie auf dessen Beerdigung ich dann Messdiener war. Ein bisschen viel Tod auf einmal für eine 16 jährige, die eh schon nicht mit sonderlich viel seelischer Stärke durch die Welt ging.

Ich wusste nicht wohin mit meinem Schmerz. Also fing ich an Tagebuch und Gedichte zu schreiben.

Meine besten Gedichte, insofern man das selbst beurteilen kann entstanden in dieser Zeit. Leider sind sie aber im Laufe der Zeit bei meinen ganzen Umzügen „verschütt“ gegangen.

Ich bin nämlich jemand der tatsächlich noch so klassisch mit Papier und Stift arbeitet was Gedichte angeht.

Ich hatte mir ursprünglich mal vorgenommen mit 30 einen Gedichtband zu veröffentlichen, aber dazu hat dann der „Lesestoff“ nicht gereicht.

Zurück zum Schreiben allgemein. Ich schrieb also Gedichte und führte Tagebuch, über Jahre hinweg. Es half mir die Dinge zu verarbeiten. Und so furchtbar dieses Erlebnis auch war, es hat mich zum Schreiben gebracht.

Nach einigen Jahren dachte ich mir warum nicht bloggen?

Gesagt, getan. Ich durchstöberte das Netz wo man denn wie einen Blog erstellen kann und startete. Damals noch unter dem Namen „Spiel des Lebens“.

Ob dieser Blog heute noch online ist weiß ich ehrlich gesagt gar nicht.

Nun war mein „Tagebuch“ öffentlich. Allerdings bin ich nicht lange am Ball geblieben, so dass der Blog schnell wieder brach lag.

Das ganze ist jetzt ca. 6 Jahre her…???

Bin mir da sehr unsicher vielleicht auch noch länger. Man vertut sich da ja schnell.

Ich habe dann hin und wieder ein paar Gedichte geschrieben oder mich an Songtexten versucht.

Aber wie kam ich dann zurück zum bloggen?

Die Geschichte ist ganz frisch.

Im Februar diesen Jahres absolvierte ich ein Praktikum in einer Werbe- und Medienagentur. Ich erzählte meinem Chef, selbst Blogger, dass ich damals mal einen Blog hatte und ich schon ein paar Mal überlegt hatte ihn wieder aufleben zu lassen.

Seine Reaktion? „Dann mach das doch!“

Also hieß der Praktikumsarbeitsauftrag. „Erstelle einen Blog, pflege ihn und betreibe Social Media dafür!“

Und das habe ich gemacht. Blog erstellt, bei Instagram aktiver geworden, Snapchat und Pinterest aktiviert und los gings.

Mein Chef glaubte an mich und gab mir jegliche Unterstützung, die man sich nur wünschen konnte. Und nun bin ich hier. Wir haben Anfang November.

Ich liebe meinen Blog und liebe das Schreiben noch genauso wie damals.

Ich habe was gefunden was mir wirklich Freude bereitet und hinter dem ich zu 100% stehe!

Viele Menschen haben kein Verständnis fürs bloggen, aber das interessiert mich nicht. Für mich ist es das Richtige.

Und es ist zum ersten Mal in meinem Leben eine Sache die mich antreibt und die ich für nichts und niemanden aufgeben würde. Und das hatte ich in meinem Leben noch nie.

Mich interessieren viele Dinge, aber lange am Ball bleib ich selten. Hier ist es anders und das ist gut so.

Zu guter letzt eine Frage, die auch häufig kommt. Wie bist du zu dem Namen gekommen?

Gar nicht so schwer. Mein alter Blog hieß ja „Spiel des Lebens“, ich Liebe Frankreich und da habe ich es einfach übersetzt und das schon bevor es den Blog gab.

Ich hieß früher auf Facebook immer „Silke la Vie“, dann habe ich angefangen zu fotografieren und brauchte einen „Firmennamen“. Ich erinnerte mich an meinem Blog zurück und übersetzte einfach, da mich als „la Vie“ eh schon einige kannten.

„Jeu de la vie“ war geboren.

Also Ihr Lieben, wenn Ihr was gefunden habt was Euch antreibt, lasst Euch von niemanden sagen, dass es albern ist oder Ihr das nicht könnt, wenn es Euch Freude bereitet ist das alles was zählt.

Denn Ihr ganz allein wisst was Euch gut tut und was nicht!

Und haltet auch in schweren Situationen, die Augen offen, denn so aussichtslos es manchmal scheint, man kann wunderbares daraus mitnehmen. Das braucht Zeit. Manchmal Monate oder gar Jahre, aber es lohnt sich. Ich weiß wovon ich spreche.

Ganz zum Schluss werde ich mal ein Gedicht von mir veröffentlichen. Mir sind letztens nämlich drei Stück doch mal wieder „in die Hände“ gefallen. Meine Gedichte sind immer traurig, melancholisch und nachdenklich, weil sie sich mit den Dingen befassen, die eben nicht so gut gelaufen sind.

Aber macht Euch ein eigenes Bild.

Vielleicht werde ich nach und nach noch mehr veröffentlichen und hier eine eigene Kategorie erstellen, aber das weiß ich noch nicht genau.

Jetzt erst mal viel Freude mit diesem Gedicht und eine wundervolle Zeit mit den Dingen, die Euch Freude bereiten.

Der Moment

Dumm, dass es lief wie es gelaufen ist

um ehrlich zu sein war es absoluter Mist.

Nun stehen wir da unsicher und scheu,

würden wir doch gerne starten neu.

Ein unbedachter Moment, den wir uns genommen haben,

nur um kurz unsere Seelen zu laben.

Ein Fehler wie wir beide wissen heut,

Hauptsache es passiert nicht eines Tages erneut.

Damit nun bedacht und richtig umzugehen,

ist der einzige Weg sich weiterhin in die Augen zu sehen.

Denn wenn dieser eine perfekt geglaubte Moment,

würde uns nehmen die Tatsache das man sich kennt,

wäre ich bedrückt, traurig und verlassen

und würde uns beide für unseren Moment ewig hassen.

20.09.2011

jeudelavie

Alles Liebe

Eure Silke

Noch mehr Lesestoff...

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